Mietkaution



Mietkaution Achtung Kautionsbetrug! - Wie kann man sich davor schützen?

von mietkauf  

Achtung Kautionsbetrug! - Wie kann man sich davor schützen?

In München und anderen großen Städten ist günstiger Wohnraum zu einer Mangelware geworden. Dieses Problem machen sich windige Betrüger zu Nutze. Sie erwirtschaften auf Kosten von ahnungslosen Mietern große Gewinne.

Wie gehen die Gauner im Einzelnen vor?

Es gibt zwei verbreitete Maschen, wie die angeblichen Immobilienmakler vorgehen.

Im ersten Fall wird der Betrug richtig professionell angegangen. Die Kautions-Betrüger mieten eine real vorhandene Immobilie als Ferienunterkunft über eine Online-Plattform an. Sie machen im Anschluss fachmännische Fotografien der Wohnung oder des Hauses.

Auf großen Immobilienseiten im Internet wie z.B. bei sz-immo.de oder Immobilienscout24.de werden Annoncen geschaltet, die dieses Immobilienangebot zu ungewöhnlich günstigen Preisen und mit phantastischen Fotos darbieten. Mietinteressenten, die sich jetzt darauf melden, werden sogar zu einem Besichtigungstermin eingeladen und können sich das Objekt in aller Ruhe ansehen. Ein angeblicher Makler führt die Kunden durch die Räume. Die zukünftigen Mieter erhalten professionell gefertigte Lagepläne für die Immobilie.
Schließlich erhält jeder, der an dem Objekt Interesse gezeigt hatte, per E-Mail eine Zusage, dass er den Zuschlag für die Wohnung oder das Haus erhalten hätte. Der neue Mieter muss jetzt nur noch die Kaution überweisen, dann bekommt er den Schlüssel und den Mietvertrag per Post zugeschickt. Psychologisch gut gemacht ist dabei auch, dass nun Druck aufgebaut wird mit den Worten: "Wir können allerdings dieses günstige Angebot nur drei Tage aufrechterhalten. Nach Ablauf der Frist bekommt ein anderer Interessent den Zuschlag". Der zukünftige Mieter überweist nun schnellstens die Kautions-Summe - und hört nie wieder etwas von den angeblichen Maklern. Das Geld ist unwiederbringlich fort und eine neue, günstige Wohnung hat derjenige, der die Kaution zahlte, auch nicht.

Noch eine Gefahr die man im Blick behalten sollten

Im zweiten Fall versuchen Gauner, Wohnungen zu vermieten, die es gar nicht gibt. Im Internet werden äußerst günstige Mietwohnungen mit vielen Extras angeboten. Diese Wohnungen zeichnen sich durch besonders gute Lagen oder Ausstattungen aus. Der Vermieter gibt an, dass er im Ausland oder sehr weit entfernt von seiner Wohnung lebt. Die Menschen, die nun auf dieses Angebot eingehen, werden per E-Mail informiert, dass sie eine Vorauszahlung leisten sollen. Oftmals werden dabei eine Abzahlung für eine neue Küche und die Kaution einbezogen. Im Gegenzug wird dem Interessenten versprochen, dass er sofort nach der Bezahlung dieses Betrages in die Wohnung kann. Er soll per Post den Schlüssel und den Mietvertrag zugesandt bekommen. Zur Zahlung wird ein ausländisches Konto angegeben. In anderen Fällen soll die Bezahlung über Western Union erfolgen. Geht nun ein Mietinteressent auf dieses Angebot ein und überweist das Geld, hört er nie wieder etwas von diesem Betrüger. Er ist sein Geld los und die angebotene Wohnung ist ebenfalls aus dem Internet verschwunden.


So schützt man sich vor Kautionsbetrug ? Top 12 Tipps!

1. Man sollte niemals eine Anzahlung oder eine Vorauszahlung für eine Mietwohnung durchführen. Die Kaution ist erst fällig, wenn man den Mietvertrag in den Händen hält und den Schlüssel für die Wohnung bekommen hat.
2. Es ist wichtig, zu prüfen, ob es den Makler oder die Immobilienfirma wirklich gibt.
3. Man sollte sich von einem angeblichen Immobilienmakler den Ausweis zeigen lassen.
4. Wenn bei einer Wohnungsbesichtigung der Makler behauptet, er arbeitet für die Immobilienfirma XY, dann sollte man sich im Internet die Adresse und die Telefonnummer heraussuchen, um im Anschluss dort anzurufen und nachzufragen, ob es diesen Mitarbeiter in der Firma wirklich gibt.
5. Man lässt sich vom Makler den Mitgliedsausweis des Berufsverbandes des IVD zeigen.
6. Ein ehrlicher Immobilienmakler muss im Besitz des Maklerscheines gemäß § 34c der Gewerbeordnung sein.
7. Aufmerksam sollte man werden, wenn der Vermieter überwiegend per Email kommunizieren will oder seine Adresse nicht angeben möchte.
8. Sehr vorsichtig muss man handeln, wenn der Preis für die Wohnungsmiete im Vergleich zu anderen Wohnungen im Umfeld äußerst billig ist. Man sollte das Angebot nachprüfen lassen.
9. Wenn ein Vermieter behauptet, im Ausland oder sehr weit weg vom Standort der Wohnung zu leben, sollte man besser den Gedanken an diese Wohnung fallenlassen.
10. Der Schlüssel und der Mietvertrag sollen erst nach einer Vorauszahlung überreicht werden. In diesem Fall niemals eine Zahlung leisten!
11. Wenn die angebotene Wohnung nicht im Vorfeld besichtigt werden kann, dann sollte man ebenfalls keinen weiteren Gedanken an dieses Angebot verschwenden.
12. Die Zahlung einer Kaution kann auch umgangen werden, indem man dem neuen Vermieter eine Versicherung oder eine Bürgschaft für die Wohnung anbietet. Diese bargeldlose Mietkaution gewährleistet beiden Parteien Schutz und Absicherung. Allerdings ist diese Art der Mietkaution natürlich keine Option für Betrüger, die nur an das Geld der ahnungslosen Mieter wollen.

Autorin: Jasmin Schmidt

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